Leni Wolf war Anfang der 90er Jahre im Stephankiez sehr aktiv. Sie war Mitglied im ersten Betroffenenrat Stephankiez und organisierte im Auftrag des Moabiter Ratschlags einige Jahre die Gemeinwesenarbeit, entwickelte solche Projekte wie "Mischkultur", untersuchte Hinterhöfe und Spielplätze auf ihre Nutzbarkeit, propagierte Patenschaften für Straßengrün. Das Bürgerbeet mit der "Stephanie" entstand am Stephanplatz. Als sie als Mieterberaterin bei der ASUM anfing, blieb sie weiter ehrenamtlich tätig, z. B. im Frauenbeirat Stadtplanung oder auch in der Bürgerjury für das 100.000 Euro Projekt. Seit vielen Jahren auch im Förderverein der Stadtbibliothek Mitte. Hier rechnet sie Projekte zur Sprachförderung ab und muss dabei immer wieder bürokratische Hürden überwinden. Seit etwa 5 Jahren gärtnert sie mit ihrem Mann Uwe in den Gärten und Außenanlagen der Bruno-Lösche-Bibliothek. Wie die beiden dort eine blühende Oase schaffen, ist in der Dezember-Ausgabe der LiesSte zu lesen. Die Jury würdigte ganz besonders die langjährige und beharrliche Arbeit Leni Wolfs für den Kiez.
Der Verbund für Nachbarschaft und Selbsthilfe Moabit hat den Preis ausgelobt, in der Jury saßen jeweils ein(e) Ehrenamtliche(r) der 6 Mitgliedsvereine des Verbundes, junge und alte Menschen aus dem Stadtteil: Mustafa Fahim (Moabiter Ratschlag e.V.), Birgit Wächter (SHK

Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle - Stadtrand), Luis Sperr (Verein für eine Billige Prachtstraße-Lehrter Straße e.V.), Manfred Dahmen (K3 - Frecher Spatz e.V.), Manuela Klempp (Kulturfabrik Moabit) und Chantal Onken (BürSte e.V.) geleitet von Ingrid Thorius, der Tochter von Klara Franke. Klara Frankes Portrait ist in der Februar-Ausgabe der LiesSte nachzulesen.
Die Laudatio von Jutta Schauer-Oldenburg im Internet.

Auslegung B-Plan II-183: Neubau Perleberger Brücke

Seite 7                              LiesSte, Zeitung für den Stephankiez, Ausgabe Nr. 11: April 2009